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Besuch von Judith am 11.07.2003
     
 

Vom 11.-18.07.03 setzte ich endlich mein lang gehegtes Vorhaben in die Tat um, mir die Tierheimat einmal persönlich anzusehen. Hans Kerns treue Mitstreiterin Heidi holte meine mitgereiste Hündin Nala und mich vom Bahnhof ab und führte mich gleich nach der Ankunft auf dem Hof herum. Dabei zeigte sich, dass mein mitgebrachtes Zelt getrost eingepackt bleiben konnte, da das leerstehende ehemalige Katzenhaus einen viel besseren Schutz gegen Wind und Wetter bot (auch wenn es davon in der Woche ohnehin nicht viel geben sollte, da die Sonne permanent schien), und mit einer Gartenliege als Bett konnte ich es mir darin sehr gut bequem machen.

Gleich am ersten Abend wurde ich nicht nur mit der Idylle konfrontiert, die auf dem Hof überall zu spüren ist, sondern lernte auch die Schattenseiten kennen: Der Tierarzt musste kommen, um Lady, der dämpfigen Stute, zu helfen, der das hochsommerliche Wetter sehr zugesetzt hatte. Er war innerhalb der nächsten Tage noch einige Male da und bemühte sich, dem Tier jede mögliche Erleichterung zu verschaffen.

Ebenfalls bereits am ersten Abend wurde mir die Fütterung erklärt, so dass ich dabei sehr schnell ein wenig helfen konnte. Ich habe immer wieder über die Futtermengen gestaunt, die tagtäglich in diversen Mäulern und Schnäbeln verschwanden ...

Die nächsten Tage über habe ich dann geholfen, Boxen auszumisten, den Mist wegzufahren und zu verteilen und die Tiere mit Futter und Wasser zu versorgen, habe das großzügig angelegte Kaninchengehege von Disteln befreit und die Pferdemähnen gekämmt. Die Arbeit war anstrengend, nicht zuletzt, weil sie ungewohnt war und die teilweise fast sengende Hitze eher zum Baden einlud, hat aber auch eine Menge Spaß gemacht und war mit Sicherheit ein Kinderspiel im Vergleich zu dem, was auf der Tierheimat im Winter geleistet werden muss.

Trotz der anstehenden Arbeit blieb immer wieder etwas Zeit, die verschiedensten Tiere zu liebkosen, Enten- und Hühnerküken zu beobachten oder einfach die eigentümliche Atmosphäre des Friedens zu genießen, die auf dem Hof herrscht.

Während meines Besuches habe ich noch einige andere gelegentliche Helfer kennen lernen können, musste aber leider auch Menschen erleben, die auf den möglichst baldigen Untergang der Tierheimat hoffen und davon profitieren wollen. Dies zu verhindern ist mir jetzt noch wesentlich wichtiger, als es vor dem Besuch war.

Zunächst aber möchte ich mich ganz herzlich für eine wunderschöne, interessante Woche bedanken und hoffe, dass ich einen solchen Besuch bald noch einmal machen kann.

 

Judith